Verkehr und Transport
Die A1 (in D: A30) ist möglicherweise die schönste Autobahn der Niederlande. Die Trasse schlängelt sich quer durch das Land und vermittelt somit ein umfassendes Bild der niederländischen Landschaft. Der östlichste Abschnitt, von Apeldoorn bis zur deutschen Grenze, befindet sich in der Provinz Overijssel. Landschaftsgebiete wie die Flusslandschaft um die IJssel, die Sallandse Heuvelrug und Twente verleihen der A1-Zone eine besondere Ausstrahlung. Die A1 wurde zum größten Teil zwischen 1970 und 1978 gebaut, zu einer Zeit also, in der es noch kaum Gewerbegebiete und Lärmschutzwälle entlang der Autobahnen gab. Der Overijsseler Abschnitt dieser Autobahn befindet sich mit seinen zwei Fahrbahnen und vier Fahrstreifen noch im Originalzustand.
Die A1 (in D: A30) ist möglicherweise die schönste Autobahn der Niederlande. Die Trasse schlängelt sich quer durch das Land und vermittelt somit ein umfassendes Bild der niederländischen Landschaft. Der östlichste Abschnitt, von Apeldoorn bis zur deutschen Grenze, befindet sich in der Provinz Overijssel. Landschaftsgebiete wie die Flusslandschaft um die IJssel, die Sallandse Heuvelrug und Twente verleihen der A1-Zone eine besondere Ausstrahlung. Die A1 wurde zum größten Teil zwischen 1970 und 1978 gebaut, zu einer Zeit also, in der es noch kaum Gewerbegebiete und Lärmschutzwälle entlang der Autobahnen gab. Der Overijsseler Abschnitt dieser Autobahn befindet sich mit seinen zwei Fahrbahnen und vier Fahrstreifen noch im Originalzustand.
Die Landschaft um die A1 steht unter Druck. Die Städte im Umfeld der Autobahn wachsen schnell, was zu einer zunehmenden Verstädterung der Landschaft im A1-Raum führt. In der Randstad Region verläuft die A1 bereits vorwiegend durch urbanes Gebiet. Die Provinz Overijssel will dem vorbeugen und hat dazu in Zusammenarbeit mit der Provinz Gelderland, der Region Twente sowie dem Städtedreieck Zutphen-Deventer-Apeldoorn eine kohärente Vision für die A1-Zone entwickelt. Gemeinsam werden Engpässe um die A1 aufgezeigt und Lösungen sondiert. Letztendlich soll dies zu einem Vereinbarungsrahmen führen, auf dessen Grundlage die staatlichen Vorhaben für die A1 auf die verschiedenen vorhandenen Einrichtungspläne für den A1-Raum abgestimmt werden können. Die A1 soll somit wieder zu einer vorzeigbaren Visitenkarte der östlichen Niederlande werden.
Berlin-Linie: Die 'Berlin-Linie' bezeichnet die internationale Schienenverbindung Amsterdam-Hengelo-Berlin. Diese ist in die Transeuropäischen Netze (TEN) eingebunden. Die Züge dieser Linie fahren derzeit lediglich siebenmal täglich und bieten dem grenzüberschreitenden Verkehr somit nur in begrenztem Rahmen Transportmöglichkeiten. Auch die Geschwindigkeit dieser Bahnverbindung ist beschränkt, was unter anderem auf Unterschiede der Netzspannung zurückzuführen ist, die einen Wechsel der Triebfahrzeuge in Bad Bentheim erforderlich machen.
In Hengelo entsteht im unmittelbaren Bahnhofsumfeld ein World Trade Center (WTC). Dieses WTC befindet sich in strategischer Lage und muss mit der Bahn gut erreichbar sein. Die derzeitige Taktfrequenz ist unzulänglich. Auch für den grenzüberschreitenden Regionalverkehr ist es wichtig, dass die Frequenz des grenzüberschreitenden Zugverkehrs verdichtet wird. Die niederländische Eisenbahn (NS) und die Deutsche Bahn (DB) sind für den Fernverkehr verantwortlich. Der ÖPNV fällt in den Zuständigkeitsbereich der regionalen Behörden. Die Provinz Overijssel strebt eine Erhöhung der Taktfrequenz der 'Berlin-Linie' an. Sie engagiert sich aktiv für die Umsetzung dieser Zielsetzung, indem sie sich mit den zuständigen Parteien berät und die Stadt Hengelo bei der Realisierung des WTC unterstützt.
Die Verzögerung infolge des Triebfahrzeugwechsels in Bad Bentheim lässt sich durch den Umstieg auf Mehrsystemtriebzüge beheben, diese können den Systemwechsel (Wechselstrom/Gleichstrom) sogar während der Fahrt durchführen. Eine Verdichtung der Taktfrequenz lässt sich zudem über die Verknüpfung der derzeitigen ÖPNV-Verbindungen realisieren, indem zum Beispiel die bestehende Bahnverbindung Zutphen-Oldenzaal nach Bad Bentheim bzw. Rheine verlängert wird. Eine weitere Möglichkeit besteht im Ausbau der bereits vorhandenen Schienenverbindung Rheine-Bad Bentheim nach Hengelo. Das Problem der unterschiedlichen Stromsysteme existiert hier nicht, da diese Strecke von Dieseltriebwagen befahren wird.
Enschede-Gronau: Die Schienenverbindung Enschede-Gronau gilt als wichtiges Bindeglied zwischen Overijssel und dem Münsterland. Bis einschließlich Dezember 2011 sind die Stadt Enschede und die Provinz Overijssel Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr auf dem niederländischen Teilabschnitt der Schienenverbindung Enschede-Gronau. Aufgabenträger für die Sicherstellung des ÖPNV auf dem deutschen Abschnitt dieser Trasse, die sich bis Dortmund erstreckt, ist der Zweckverband SPNV Münsterland (ZVM), und nach Münster die Regionalbahn Westfalen. Die Bahnstrecke Enschede-Gronau wird von der Prignitzer Eisenbahn betrieben.
Die Schienenverbindung hat einen maßgeblichen Transportwert für die Stadt Enschede, sowohl aus Sicht der Mobilität (Pkw-Alternative) als auch aus wirtschaftlichen Gründen (Zubringer von Studierenden und (deutschen) Ausflüglern, die zum Einkaufen nach Enschede fahren). Somit ist die Erhaltung dieser Schienenverbindung für Enschede von großer Bedeutung.
Herr J.W. Klaassen (Mitglied im Provinzialausschuss, zuständig für das Ressort Mobilität, Finanzen und Verwaltung)